Scibor aus Goscinczyc
Scibor aus Goscienczyc
Scibor II aus Goscienczyc, Wappen Prus III ? im Jahre 1463-1471 Bischof von Plock
Er kommt aus dem Dorf Lezacej in der Provinz Czerski, gehören zu Masowien, eine preußische Familie.
Sein Sohn Jan ist ein Landrichter und nachfolgend Truchseß von Czersk. Sein jüngerer Bruder Andrzej z Goscienczyc ist der fürstliche Schatzmeister und Mundschenk von Ciechanow.
Ein anderer Bruder ist Jakob z Goscienczyc und nennt sich auch Jakob Minska und hat das Wappen Prus III. Er ist der Starost von Liw, Czersk und Pultusk, Vizerichter und Vizekämmerer von Czersk, des weiteren Mundschenk von Ciechanow auch nachfolgend Kastellan von Zakroczymsk, Warschau und Czersk im Jahre 1472.
Im Jahre 1435 schreiben sie sich in der Universität zu Krakau ein, alle erreichen keinen Universitätsrang in dieser Bildungsstätte, vorübergehend Stanislaw Pawlowski, Wappen Pierzchala ist zurückgekommen und ist im Jahre 1435 gestorben.
Scibors Kirchenkarriere vor dem Bischofsamt war sehr bescheiden. Auf Sitzungen des Generalkapitels in Plock vom 3. Februar 1446 wird er zum Kanoniker (Domherr) ernannt.
Weil seine Familie Besitz und Eigentum hatten, will man ihm keine Bezüge geben, er will aber das Amt weiter in Armut und Anmut bekleiden, so als Kanoniker und auch jene Bezüge durch die Abgabe der Gemeinde Sulnikowo.
Des Jahres 1449 erlangt er als Kanoniker/Kapitular das Kapitular-Kollegiums in Warschau.
Zugleich kommt in seinem Besitz das Dorf des Pfarramtes in Daniszewic, dazu kommt im Jahre 1449 das Pfarramt im Dorf Swieciecu, folglich ist er im selben Jahr ein Kollege der Apostelkammer, jedoch ab 1457 bemüht er sich vergeblich um die Übernahme der Kantorei von Plock bis zu seinem Tode.
Stanislaw von Glowczyna, Wappen Lubicz, ist der Kanoniker von Plock und hat im Jahre 1461 im Dorf Dzwierzno Besitz. Der Kanoniker Scibor besitzt kein Dorf aber die Plocker Prälatur, ist näher am Bischof Paul Gizycki, Wappen Gozdawa und arbeitet mit an der zukünftigen Wahl.
Nach dem Tod des Bischofs Gizycki setzt das Plocker Kapitular die Administration in der Diözese ein (sede vacante), der Stuhl ist nicht besetzt. Auf Anordnung des Arztes Mikolaj von Mirzynca, Wappnen Boncza gibt es keinen neuen Bischof.
Und folglich kommt die Zeit für König Kazimierz IV, Großfürst von Litauen aus dem Geschlecht der Jagillonen und König von Polen im Jahre 1440-1492.
So entsendete er nach Plock seinen Botschafter den Bannerträger von Krakau, Marcin von Wrocimowic, Wappen Polkozie, und der königliche Sekretär Jakub Hande, sie sollen die Mitglieder des örtlichen Kapitular überzeugen, dass der königliche Kandidat auf den Bischofsstuhl gehört, es sollte Jakub von Sienna sein.
Jetzt wurde schnell vorgerückt, das Kapitular setzte Piotr von Pniewo (anders Piwo) auf den Stuhl entgegen des Königs Kandidaten (Wappen Abdank)
Am 6. März 1463 ist im Plocker Kalender notiert, dass der König und das Plocker Kapitular sich einigten auf die Ernennung des Bischof Scibora von Goscienczyc, jedoch hier gab es große Probleme.
Wegen der Beeinflussung der Wähler hat Fürstin Barbara Aleksandrowna, Wappen Topor, sowie auch Fürstin Katarzyn Siemowitowna Wappen Eigenes, Einspruch erhoben, sie will dass die politische Linie von Bischof Gizycki und die Erhaltung der Autonomie von Masowien erhalte bleibt. Die Sektion des Bischofs Scibora will es anders.
Der König letztendlich verzichtet auf die Unterstützung seines Kandidaten. Demgegenüber hat die Religation des Plocker Kapitels erreicht, dass am 6. Oktober 1463 in Rom die Bulle (Erlaß der Präkonisation) vorgenommen wurde.
Gemäß Übertragung der Bischofswahl ist Jan Dlugosza der neue Bischof, bleibt aber durch die Konsekration im Pultusker Kollegium auch Weihbischof von Plock. Der Bischof Mikolaj geht ins Kloster der Franciskaner.
Bischof Scibor ist der Unterstützung der Diözese und der Geistlichkeit verbunden, in der Umgebung wird er behelligt, belästigt und vom vorgenannten Doktor Mikolaj von Mirzynca, Wappen Jastrzebiec, dekreditiert.
Es wird ebenfalls Kanoniker von Plock. Piotr Luba von Radzimin ist der Kanzler des Bischof Gizycki, welcher gleichfalls die Kanzlei von Bischof Scibor delegieren soll bis zum Jahre 1466.
Bis hierhin hat er auf die Funktion seines Standes sowie Ansehen verzichtet.
Der Bischof promoviert über das neue Personenrecht und kommt zu Besitz,
ist jetzt angemessen ausgestattet für die kommende Prädispositionen der Arbeit der Beamten.
Gleichwohl solcher geistlichen Bestätigung gehören unter anderem für die masowischen Machthaber Michal z Prazmowa, Wappen Belina, jener Vater von Piotr Piotr Pniew (anders genal. Piwko) Kastellan von Liwski und Richter in Warschau, welcher im Jahre 1463 seine Tätigkeit in der Kanzlei des Bischofs Scibora begann jedoch im Jahre 1466 als Kanzler aufrückt
Nach dem Tod des Bischof Scibora verreiste er nach Italien, er arbeitet dort als Doktorand im Recht und arbeitet in der Kanzlei des Papstes, das Vermögen von Scibora reicht nicht zur Beerdigung, jedoch die Ortschaften des Fürsten beteiligen sich an den Kosten.
Am 17 Januar 1464 erlangen sie vom Fürsten Konrad III die erweiterten und bestätigten Privilegien, auch durch Konrad von Masowien, die ewiglich für die Kirche zu Plock, seit 1239 jetzt erneuerten Privilegien auch der Fürstin Katarzyna Simowitow aus dem Jahre 1462.
Über Zusammenarbeit mit dem fürstlichen Hofe werden diese dadurch Mitglieder des Plocker Kapitels als zuerst vertreten durch Mikolaj von Mirzyn, Wappen Jastrzebiec, Pawel von Golymin, Wappen Prawdzic (1460) Piotr Luba, Wappen Lubicz (1480) und Pawelz Orlowa, Wappen Orla.
Wie unsere Alteingesessenen so sind heutige die fürstlichen Söhne von Boleslaw IV (Boleslaw IV = Kedzierzawy-Boleslaw Kraushaar von Masowien 1146-1177) im Rat.
Szczegolnie ( Szcueglow) Wappen Jastrzebiec (1460) knüpft die Verbindung zum Koadjutor mit der Person des Fürsten Konrad III gleichermaßen wie der Bischof Gizycki sowie Scibor z Goscienczyc und der ganze Kreis von zwei bischöfliche Ratsmitglieder werden einberufen zur Entscheidung über das Fürstentum Masowien.
Außerhalb der Politischen Kräfte aktiviert Bischof Scibora sofortige konstituierenden Tätigkeiten.
Er ist der Meinung, die Kirche kann sich nicht mehr entfalten, die Entwicklungen sind gegeneinander in den Gemeinden und der Diösese. Am 3. Februar 1468 ist die Zeit der Sitzungen des General-Kapitels in Plock auf Ersuchen unter Mitarbeit des Warschauer Kanonik Mikolaj Trycza von Pieczyski, Wappen Korab und jener Bruder Adam der Stifter der Pfarrgemeinde Niegowie.
Daraus entsprungen der Akt zur Bemühung bischöflichen zu Gehorsamkeit einberufenen Klerus.
Es wurde eine Synode einberufen der vorangegangenen Prozess diskutiert die Angelegenheit der Kriminalgerichtsbarkeit gegenüber Mangel an Ehrerbietung dem geistlichen Stand.
Tatsächlich wurde im Jahre 1469 die erste historische Pultusker Synode von der Diözese einberufen, durch den geistlichen Erzdiakon von Pultusk, jedoch wurde die Zeit begrenzt.
Bischof Scibor verzichtet abermals auf das Schloss in Pultusk, auch er ist ebenfalls um seine bischöfliche Stadt besorgt.
Unter anderem im Jahre 1469 baut er in der Ortschaft ein Krankenhaus zum Heiligen Geist.
Die Einnahmen kommen von Brückengeld, später tauschen diese es mit den Einnahmen vom Badehaus der Stadt und ist später abgebrannt.
Noch am 28. April 1471 verschicken sie aus Pultusk Informationen an den Rat der Stadt Danzig so dass der Richter des Papstes der großen Stadt Danzig dem Bischof von Wloslawek Jakub von Sienna veranlasst den Prozess aufschieben zu lassen.
Gestorben ist er am 4. Mai 1471 in Pultusk und dann überführt zur Kathedrale zu Plock.
(Episkopat Plock r. 1075-2015 S. 6/6
Ergänzung der einzelnen Familiennamen:
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Scibor I von Radzimina, Wappen Ostoja, gestorben 1390, Bischof von Plock.
(Nies. Herb.Pols. T. I r. 1839 S. 47) -
Piwko z Piwkowski, Wappen Abdank, bestätigter Adel 1416 und im Jahre 1450. Piwkowski, Wappen Kosemczyk, nobilitiert am 6. März 1836 und Thomas 1844 in Plock-Pultusk und Wohnort in Goscimin (Eigentum) durch Zar von Russland und König von Polen Nicolaus I.
(Jan Siwik Encyklopedia) -
Skarbek, Wappen Abdank alias von Leszczynski, Graf in Österreich, Graf in Polen, Graf in Russland, von den Piasten genannt Graf von Gory.
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Graf in Galizien geworden 5.12.1778 in Österreich am 14.11.1835, Graf im Königreich Polen am 26.4.1821, von Russland am 7.4.1846
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Skarbek, Wappen Abdank, alias Pniewski, Pniowski, Piwski
(Jan Siwik Encyklopedia) -
Skora, alias de Gaj, auch Gay, auch Obornicki (Ortsname)
Skora, Wappen Abdank bestätigter Adel 1242 und 1380 Stadt Oberniki in der Wojewodschaft Posen, In der Nähe ist der Ort Murowana-Goslina, dort ist Ursula Lwowska z Ostrorog und Ehemann Piotr Potulicki beerdigt.
Ein Epitaph an der äußeren Kirchenwand (2017 gesehen)
(Jan Siwik Encyklopedia, Polska-Atlas 2001, Sew. 2001, Sew. Urus)
Rodz. Herb. Szla. Pols. T. 1-16
Gerd von Piwkowski
Juli 2024
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