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Sierpski - Genealogie - Erinnerung

aus: Sierpscy . Genealogia i Pamiec von Pawel Bogdan Gasiorowski im Juni 2019

Zur historischen entfernten Städte Sierpc und Biezun sind diese unauflöslich mit der Verbindung des Geschlechtes der Familie Sierpski, Eigentümer vieler Städte und Ortschaften verbunden.
 
In der Epoche der Spät-Renaissance haben diese über den Durchschnitt gewirkt.
 
Hochverdient aus sich selbst, um seine Besitzungen hat er sich fürsorgend der wirtschaftlichen Entwicklung verdient gemacht. Es wird gebaut, viel Aufbauarbeit geleistet und vom Magnaten gefördert, so wird er zum Wohltäter der besitzenden Städte, Ortschaften und Kirchen sowie den Gemeinden.
 
Im XVI Jahrhundert war für die Stadt Sierpc und Besitzungen das „ Goldene Zeitalter“, so wird es beschrieben.
 
Als Familienname ist Sierpc gegenwärtig nicht vorhanden.
Familien Sierpski sind ein berechtigte weit verzweigte leistungsfähige sowie zahlreich vorhandenes Masowisches Geschlecht der Prawdzic, des Wappens Prawdzic.
Den Namen Sierpski nahmen sie nach ihrem Besitz am Anfang des XV Jahrhunderts an, dazumal üblich. Die Urahnen waren die Geschlechter von der Goltz, Graf von Dienheim vom Rhein und andere.
Etliche ihrer Generationen waren äußerst begabt und hatten große Verdienste um die Geschichte ihrer Städte und Kirchen.
Das Prawdzic Geschlecht ist eine außergewöhnliche und exklusive Familie.
 
Manche Historiker behaupten wahrheitsgemäß, dass es berechtigt ist, die Prawdzic sind Nachkommen von Masowischen Fürsten und gehören so zum Stamm der Piasten Könige.
Untrennbares Quellenmaterial bestätigt die Überlieferung in der Schriftsprache, dass die erste Frau von Fürst Wladyslaw Herman I, des Jahres 1079-1102 sowie die Mutter Przeclaw-Prawda des erstgeborenen Fürst Zbigniew, aus dieser Familie stammen und eine geborene Prawda ist.
Tatsache ist, dass bei nachfolgenden Geschlechtern über Jahrhunderte auf diese Herkunft bei vorbildlichen Verbindungen wie Heirat oder Ehen sich wirklich beziehen.
So sind diese Sierpser Repräsentanten (Urahnen) vieler Familien der heutigen internationalen adeligen Dynastien. Eine Verbindung zu den Familien des kleinen Adels in Masowien ist zu verneinen.
Zahlreiche Stammesmitglieder aus der Gründerzeit, so Familienmitglieder, die durch Annahme, geerbt oder gekauft, von anderen Gütern ihren Nachnamen an diese anpassten sowie austauschten.
 
Es waren die Familien Brochowski, Brzescki, Kryscki, Laszczowie, Niszczyski, Parys, Piwo von Opolska. (Sew.Ur. T XIV r. 1917 S. 54/55), Radzanowski, Sarbiewski und selbstverständlich Sierpski-Gulczewski.
 
In der Mitte des XIV Jahrhunderts treten die Prawdzic in Masowien in den Mittelpunkt mit vielen hochverdienten und wichtigen Personen.
Zweifellos gehören zu ihnen drei Bischöfe. In der Diözese zu Plock in den Jahren 1365-1381. So waren es:
 
Mikolaj von Gulczewo von 1365-1367, sowie sein Cousins Stanislaw Sowka von 1367-1375, und auch Dobieslaw Sowka aus Szczawin von 1375, gestorben 1.12.1381.
 
Es sind Söhne von Jan Sowiec, geboren ca. 1300 aus Szczawin und Brochow. Ihre dreimaligen vorhandenen Wappen Prawdzic sind in der Kathedrale zu Plock auf einem heraldischen Fries zu erkennen, es wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen.
Natürlich hatten diese Bischöfe auch Brüder und Schwestern, unter ihnen auch Andrzej der Schatzmeister von Plock im Jahre 1374.
Da es in Folge mehrere Andrzej gibt so benutzen die Historiker römische Zahlen zur Identifizierung.
Weitere Bischöfe aus der Familie Prawdzic sind Jan II, Bischof von Plock, gestorben im Jahre 1310. Dann der Bischof von Breslau und Schlesien, Wappen Prawdzic, gestorben im Jahre 1198.
Imislaw aus Wronski, Bischof von Plock, Wappen Prawdzic in den Jahren 1357-1363/65.
(Kas. Nies. Herb. Pols. T. I r. 1839/46 S. 1-581)
 
Dieses sind die direkten Vorfahren der Familie Sierpski des Wappens Prawdzic aus dem Geschlecht der Prawdzic.
 
Sehr sorgfältig hat Anna Supruniuk die genealogischen Prawdzic im 14. und 15. Jahrhundert in ihrer wissenschaftlichen Abfassung über die frühe Herrschaftszeit des Fürsten Siemowit IV von Masowien, sowie alle zugänglichen historischen wie biografische Quellen erfasst und angewendet zur Bestimmung des Andrzej I Gulczewo.
 
Familie von der Goltz (später Sierpski) siedelten in Gulczewo (auch genannt Golczewo). Es liegt in der Pfarrgemeinde Imielnica (bei Plock), alt und neu Gulczewo.
 
Andrzej I ist der Kastellan von Plock in den Jahren 1343-1375.
 
Er finanziert seine Kirche in der Pfarrgemeinde Lutocin nördlich von Sierpc und baut seine Kapelle in der Kathedrale zu Plock bei den Dominikanern.
 
Der Sohn von Andrzej I ist Andrzej II. Er erbt Gulczewo und wurde nach dem Tod seines Vaters, der Kastellan von Plock.
Die Verordnung von hohen Positionen gab es im Herzogtum Masowien.
 
Aufgrund seines ausgeübten Berufes residierte er in der engen Nähe des Prinzen Siemowit III, gestorben am 16.06.1381, danach in der Nähe des Sohnes Siemowit IV.
 
In der Zeit der Kämpfe des Prinzen um den Krakauer Thron sowie die polnische Krone nahm er aktiv daran teil. Auch war er Zeuge während der Ausstellung eines fürstlichen Dokumentes, das besagte die Aufgabe der Herrschaft des Fürsten.
 
Von anderen Beamten wurde eine weitere Garantie gefordert betreffend zwischen dem Fürsten und König Wladyslaw Jagiello im Jahre 1399 in Marienburg, den Akt des Aufkaufens von Land des N. Zawkrenski aus dem Pfandrecht der Kreuzritter.
 
Siemowit IV starb an der Wende von 1399/1400.
 
Der Sohn dieses Andrzej war Andrzej III von Gulczewa, der während sein Vater noch lebte an der Politik des Herzogtums teilnahm.
Seine guten Beziehungen zu den Fürsten resultierten aus einer hochverdienten Familie abstammend und einer gemeinsamen Erfahrung als jungen Menschen.
 
Er als Sohn eines Würdenträgers in Plock war mit den jungen Prinzen aufgewachsen. Ende des 14. Jahrhunderts wurde er der Besitzer von Biezun.
Dieses Dorf wurde ihm am 2. November 1406 von Prinz Siemowit IV gegeben und zur Stadt nach dem Kulmer Recht erhoben.
 
Andrzej war der Gründer um 1406 einer Holzkirche der heiligen Dreifaltigkeit und der Pfarrei in Biezun gewidmet.
 
Errichtet wurde sie durch den Bischof von Plock, Jakub von Korzkiew.
(richtiger Jakub z Kurdwanow, Wappen Syrokomla 1396, gestorben 1425)
(Episkop. Plock w Latach 1075-2015 S. 4)
 
Dieser Andrzej wurde um 1400 Besitzer von Sierpc.
Der ehemalige Besitzer Jasiek Pilik, Wappen Rogala starb im Kampf gegen die Tataren im August 1399.
Sierpc wurde dann Eigentum auch von anderen Familien, durch die Nachkommen weiblicher Geschlechter, durch Heirat und Vererbung.
 
Andrzej III ist in der nahen Umgebung des Fürsten ein hilfreicher Teilnehmer bei allen Tätigkeizten betreffend der Innen- sowie der Außenpolitik. Verwaltungstechnisch verbindet er die Kreise der Städte Ciechanow nach Plock und Plonsk nach Skarzyn, und bestätigt dieses mit Stanislaw Szrenska Wojewode von Plock, aus Sokolowa, Wappen Dolega im Jahre 1480.
(Ka. Nis T. I S. 196)
 
Er vermittelt den Ehevertrag und Eheschließung zwischen Amelia, (geboren 1396-99, gestorben 3.5.1434). Tochter vom Fürsten Siemowit IV mit Wilhelm Landgraf von Turin und Markgraf von Meißen. Er bestätigt ein Wappen mit seinem Siegel auf fürstlichen Dokumenten für die Familie Trzaska (1404) ein Eigenes.
 
Familie Radwanow bekommt das Wappen Wierzbow im Jahre 1404 und Familie Bolestow das Wappen Jastrzebiec im Jahre 1408 bestätigt.
Wahrscheinlich waren die letzten Familien Trauzeugen.
Andrzej III starb im Jahre 1416/17.
Mit seiner Frau Malgorzata hatte er die Söhne:
Andrzej IV mit der Ortschaft Zakrzewo und Gulczewa, Mikolaj mit der Ortschaft Brzozowa, Sasin mit der Stadt Sierpc, Aleksander, Piotr mit einem Teil von Gulczewa und Wojciech, sowie die Tochter Dorote Gulczewa, die Frau von Scibora (Scipio del Campo) aus Sachocin, eigenes Wappen. Er ist Marschall am Hofe des Fürsten Janusz I, der Bruder von Siemowit IV.
 
Wojciech war Teilnehmer in der Schlacht bei Grunewald. Als Starost erobert er in kurzer Zeit die Stadt Dzialdowo und kam durch die Kreuzritter in Gefangenschaft.
 
Andrzej IV ist geboren ca. im Jahre 1390, gestorben 1470, er schreibt sich von Gulczewa und besitzt das Gut Zakrzewo im Land Wyszogrodzka (bei Plock a. d. Weichsel).
Im Jahre 1404 war er Student an der Universität zu Krakau. Vor dem Jahre 1408 wurde er Kanoniker in Plock und arbeitete im Büro des Kanzlers von Plock.
 
An der Universität zu Prag lernte er an der Fakultät für Recht-Kirchenrecht.
Des Jahres ca. 1438 begann er seine geistige Karriere, fungiert als Kanzler des Plocker Gebiet.
Im Jahre 1439 verichtet Malgorzata, die Tochter von Sasin und Nichte von Mikolaj und Piotr auf die Hälfte von Sierpc,
Sniedzanowo und Dabrowski. Nach dem Tod von Sasin auch auf die Stadt Biezon sowie auf Seroki und Obreb nach dem Tod von Aleksander.
 
Darüber hinausgehend gab es weitere Veränderungen innerhalb der Familien-Immobilien.
 
Die Stadt Sierpc blieb jedenfalls in den Händen von Andrzej und Piotr.
In darauf folgende Generationen der Familie treten besonders die Frauen hervor.
 
Nach Andrzej IV zurückgelassene Töchter Zuzanna(Szuchna) ist die Frau von Jan von Zernik, (Zyrnik) Wappen Rogala, Kastellan von Kalisch 1436.
 
Katharzyna ist die Frau von Mikolaj von Oporowa (Oporowski), Wappen Sulima. Kastellan von Kruszwick
Mikolaj hatte die Töchter: Malgorzata, die Frau von Goliasza von Rumocki, Wappen ab 1500 Slepowron, und Dorote, die Frau von Piotr aus Sokolowski, Wappen Gryzima, der Sohn des Wojewoden von Plock, Stanislaw Grada, Wappen Szrenska.
 
Die Töchter von Sasin aus Sierpc waren Malgorzata, die Ehefrau von Stefan von Szcytno, Wappen Prus, Kastellan von Plock, und Katarzyna, die Frau von Andrzej Szczubiola/Ciechowski, Wappen Waz.
 
Nach Aleksander, Eigentümer von Biezun, war die Tochter Anna die Erbin.
 
Sie war die Frau von Sedziwoj von Lezenic (Lezenski), Kanoniker von Gnesen, Wappen Nalecz.
Sie verzichtete im Jahre 1455 auf die Erbschaft ihres Vaters zu Gunsten ihres Onkels Piotr, der den Sohn Andrzej V hinterließ.
 
Dieser Andrzej V ist jetzt der einzige männliche Repräsentant der Familie sowie des Geschlechtes.
Teilnahme am dreizehnjährigen Krieg bei der Truppe als Rittmeister in Rypin.
(endete mit der Teilung Preußens 1454-1566)
Vom Jahre 1471-1479 war er der Kämmerer von Plock. Jetzt konzentrierte er alle Vermögenswerte seiner Familie, bestehend in Sierps in seine Hände, auch von den Töchtern des Andrzej IV sowie zahlreiche Ortschaften überschrieb er auf seinen Namen.
 
Er hatte drei Söhne:
Feliks I, Prokop und Jan.
Jan war Student in Krakau, er scheint sehr früh gestorben zu sein in Quellen gibt es keine Informationen.
Eine neue Generation sowie eine neue Periode in der Geschichte dieser Familie in Masowien/Plock begann.
Masowien wurde im Jahre 1495 ins polnische Königreich integriert.
Feliks und Prokop; nach dem Tod ihres Vaters besaßen sie die Erbgüter in den Gebieten Plock, Gulczewo, Sierpc und Biezun, Güter in Dobrzyn und Gostynin.
 
Tatsächlich besaßen sie auch Güter, die dem Masowischen Fürsten wie auch anschließend dem König von Polen gehörten.
Nachdem Masowien der Krone angeschlossen wurde (Inkorporation) bestimmte der König das politische Leben.
 
Der Wohnsitz der Brüder war Sierpc, auch benutzen sie den Namen Gulczewa, das Nest der Sippe seit vielen Generationen, so auch die häufige Aufzeichnung des Namens Sierpski aus (von) Gulczewo.
 
Feliks sowie Prokop erwiesen sich als außergewöhnliche Magnaten, Besitzer und Bauherren. Bereits in den achtziger Jahren wurde mit der Kirche Maria Himmelfahrt begonnen, statt der jetzt vorhandenen Kapelle. Es gab Konflikte mit N. Bobrowski, der auf dem Land festgehalten wurde.
 
Diese Angelegenheit wurde friedlich gelöst. Die Pfarrkirche wurde erweitert, sowie mit benötigten Materialien ausgestaltet, die Vergütung für die Kirche Maria-Himmelfahrt und die Kirche in Szczutow wurde gesichert.
Vor dem Jahre 1504 vollbringen die Söhne die Aufteilung des Vaters Erbe.
Feliks bekommt die südliche Hälfte von Sierps, der Fluss Sierpienica ist die mittige Grenze ferner Gulczewo (auch Gorzewo geschrieben) und das dortige große Gut.
 
Prokop behielt den anderen Teil von Sierpc ab dem Fluss Sierpienica. Ferner das Gut Biezun mit nahegelegenen Siedlungen. Feliks, schon bald nach dem Plock in Masowien zu Polen gehörte, erhielt die Würde und Tätigkeit eines Kämmerers von Plock.
 
Er zeigte sich als eine große aktive politische Persönlichkeit.
 
Er beteiligte sich an Landtagen in den Wojewodschaften Plock und Raciaz. Im Jahre 1518 wurde er schwer krank, gestorben ist er im Jahre 1519. Das Amt des Kämmerers übernahm sein Sohn Andrzej VI.
 
Die Frau von Feliks ist Zofia, die Tochter von Jan von Oporowa, Wappen Sulima, der Wojewode von Brzesko-Kujawski.
 
Sie haben die Söhne Jan, Andrzej VI, Feliks II und Mikolaj.
 
Die Töchter:
Barbara war die Frau von Jan Radzanowski, Wappen Prawdzic, zur Sippe gehörend.
Elzbieta Anne war die Frau von Jakub z Plecki, Wappen Ogonczyk aus Dambrowy und Tochter Jadwiga war die Ehefrau von Hieronima Rosciszewski, Wappen Junosz.
 
Prokop ist gegenwertig der Starost der Grafschaft im Jahre 1506. Er beschäftigt sich mit der Leistungssteigerung einzelner Wirtschaftszweige, die durch räuberische wirtschaftliche Politik der Vorgänger gelitten hatte.
Im Jahre 1508 wird er als Fahnenträger in den Einsatz entsendet. Anschließend starke politische und wirtschaftliche Aktivitäten für die Region und Land Plock.
 
Auch bekam er vom König den Auftrag, das abgetragene Schloß in Plock wieder aufzubauen. Gestorben ist er zwischen dem 15.09. und 18.11. im Jahre 1514.
 
Seine Frau war Elzbieta von Gaju, die Tochter von Andrzej Skory aus Gaju, Wappen Abdank, ein Richter aus Posen.
Sie hatten zwei Töchter:
Ursula von Sierpc-Gulczewo, war die Frau von Marcin Graf von Ostrorog-Lwowsk, Wappen Nalecz, gestorben 1535/38, Kastellan von Kowalsk.
Tochter zwei ist:
Elzbieta von Sierpc-Gulczewa, Wappen Prawdzic, sie war die Frau von Mikolaj Jaranda z Brudzewski, Wappen Pomian/Gozdawa, Wojewode von Leczyca. Er war der Buchschreiber für Zygmund I im Jahre 1540, später der Wojewode, gestorben am 1.8.1548 (Bielski fol. 589).
 
Sie hatten zwei Töchter:
 
N. Brudzewska, sie heiratet Brykaj Sobocki, Wappen Doliwa, Kastellan von Gostynin.
Jadwiga Brudzewska heiratet Jan Latalski, Wappen Prawdzic, Graf von Labiszyn, Wojewode von Posen im Jahre 1539.
(Kasp. Nies. Herb. Pols. T. I r. 1839 S. 170)
 
Ursula und Elzbieta, die Erbin der Stadt Biezun erhalten im Jahre 1519 das Recht drei Märkte zusätzlich zu den schon drei vorhandenen im Monat abzuhalten.
Teile von Sierpc, das Erbe des verstorbenen Prokop erbte jetzt die Tochter Ursula Lwowska (Tochter von Graf Martin und Ursula Ostrorog Lwowska)
 
Ursula Lwowska heiratet Piotr Potulicki, Wappen Grzymala.
Ihr Sohn Stanislaw Potulicki gestorben im Jahre 1618.
Zurückgelassen hat er seine Witwe Zofia von Zbaska, Wappen Nalecz. Sie gründet im Jahre 1620 das Kloster der Benediktinerinnen. Dorthin siedelte ihre Tochter Anna und wurde ausgestattet mit dem Besitz der Felder in Sierps und angrenzende Dörfer.
 
Ein interessantes Objekt, das an die Sierpski-Brüder erinnert, ist eine auf Leinwand gemalte Gedenktafel zum Gedenken an die Wohltäter der Kirche in der Stadt Skepe.
 
In den sechziger Jahren des neunzehnten Jahrhundert basierend auf früheren Aufzeichnungen gefunden in der Kirche und Kloster zu Skepe/Masowien.
Auf diesem Tisch sind ca. 900 Personen erwähnt, in der zweiten Reihe sind Felix Sierpski im Jahre 1539, Prokop Siepski im Jahre 1540 und Andrzej Sierpski im Jahre 1544 und seine Frau.
Die Aufnahme in dieser Aufzeichnung vollzog sich in der Beschreibung des Klosters am Anfang des XVII Jahrhunderts der vorhandenen Text wurde übernommen.
Im Jahre 1537 und 1558 im kurzgefassten Verzeichnis der Wohltäter registriert.
Seiner wohlgeborenen (Magnat) Herr Feliks Sierpski, Kämmerer von Plock, sowie jener Bruder der Familie, seiner Wohlgeborenen Herr Prokop Sierpski, Fahnenträger von Plock (Magnat), sowie der Vater seiner Wohlgeborenen Herr Andrzej Sierpski und seiner Frau, welche das Begräbnis ausgerichtet hat, ist ins Kloster eingetreten (Habit) . Dieses haben die Brüder testamentarisch erwirkt.
 
Im seligen Andenken gepriesen sei sein Name. Amen.
 
Diese Dokumente wurden damals im bestehenden Kloster als Stützpunkt aufbewahrt.
(Fragment z opisu Klosztoru w Skepem dotyczacy Sierps)
(1537-1538) zur Erinnerung an die Inschrift.
 
Es treten Probleme in der Stadt auf. Gleichfalls versöhnen sich die Brüder. Feliks und Prokop gedenken mit einer Platte den Tod ihrer Eltern in der Kirche zu Skepe, weil die Kirche zu Sierps, genannt Farnego nicht will.
 
Wiederum manches Mitglied der Familie hat besondere Zuneigung an den Kult „Mutter Gottes zu Skepe“. Hier hat man die Berechtigung im Heiligtum einzuziehen.
Viele reiche Mächtige aus dem Gebiet Dobrzyn und Umgebung liegen hier beerdigt.
Die Brüder des Bernhardiner-Ordens von Skepe gedenken durch Gebete viele Jahre an seine Wohltäter.
Andrzej VI geboren am 30.11.1493, gestorben 15.4.1572, Sohn von Feliks I der herausragendste und auch der letzte männliche Vertreter der Familie.
 
Bereits im Jahre 1518 war er der Kämmerer von Plock. In den folgenden Jahren gab es Konflikte zwischen masowischen Politikern.
Freundschaft mit Stanislaw Niszczyycki stand auf seiner Seite bei dem Streit mit Feliks Szrenski, dann wurde er der Kastellan in Dobrzyn mit Unterstützung des Bischofs von Plock Andrzej Krzycki.
Im Jahre 1528 beteiligt er sich selbst als Gastgeber und bewirtet den Plocker Probst von St. Michael auf seinem Gut.
 
Seitens des Königshofes wurde Piotr Gamrat als Bischof von Plock eingesetzt. Dieser war kämpferisch veranlagt.
 
(Eine Skulptur mit Andrzej Sierpski als Grabstein in der Kathedrale zu Plock, Foto: Z. Dobrowolski)
 
Radikal veränderte sich die Situation von Andrzej durch die Verbundenheit mit der Königin Bona Sforza sowie der Abberufung von Bischof Krzycki aus der Plocker Diözese.
 
Im Jahre 1536 ist Andrzej der Kastellan von Dobrzyn, im Jahre 1539 der Kastellan von Plock.
Im Jahre 1542 der Wojewode von Rawa.
Bei dieser Erfüllung der jetzigen Funktionen war sein Mittelpunkt zuerst die Stadt Plock. Musterhafte Bewirtschaftung des übernommenen väterlichen Erbes. So im Jahre 1554 nach dem Tode von Feliks Szrenski, Wappen Dolega wird er zum Starost von Plock ernannt.
Hier ebenso zeigt er sein Talent des Wirtschaften und beendet endlich den 50jährigen Wiederaufbau des Plocker Schlosses, baute eine kleine Brücke über den Graben und ist so nicht mehr abgetrennt von der Tumski Anhöhe bis zur Stadt.
 
Die Hufschmieden sowie die schlechten Verwaltungen der Vorgänger der Grafschaft, Häuser, Geschäfte und alte Wirtschaftsgebäude mußten erneuert werden. Die Zucht der Tiere sollte gesteigert werden, verbunden mit Sparsamkeit sowie organisierte Arbeit ohne Ausbeutung. Die Hörigkeit der Bauern wurde deutlich reduziert. Es ist erwähnenswert, dass diese zusätzliche Tätigkeit zu seiner effizienten Arbeitsweise administrativ und wirtschaftlich für die Stadt und Schloss in Plock sein Erfolg und Segen war, sogar die Banken hinterlegten ihr Bargeld bei ihm.
 
Andrzej Sierpski-Gulczewo, hochwohlgeborener Magnat war eine angesehene Person im Königreich Polen. Glücklich war er insbesondere über die Beziehungen zur Königin Bona Sforza.
Er war ein Delegierter der Abgeordneten des Kaisers Ferdinand I während der Beerdigung von Zygmunt I (Sigmund I) der Alte geboren 1.1.1467 in Kozienice, gestorben am 1.4.1548 in Krakau.
 
Während der feierlichen Zeremonie erhielt er einen Platz am königlichen Tisch.
 
Vom Jahre 1554 an war er Mitglied der königlichen Kommission zur Errichtung der Grenzen zwischen Polen und dem Herzogtum Preußen.
Aktiv beteiligte er sich an verschiedenen Projekten des Lebens im inneren des Landes, sowie Mitarbeit im Sejm auch in der Außenpolitik des Königreiches. In Sierps restaurierte er die Kirche und erweiterte die Pfarrkirche.
In Erinnerung an seine Vorfahren ließ Andrzej eine Kartusche an die Außenwand mit dem Wappen Prawdzic anbringen. Es war die Arbeit von Bartosz Paprocki.
An der Südseite der Kapelle eine Platte aus Kalkstein mit der Beschriftung:
 
Magnificus Dominus Andreas Zieprska Gulczewo Palatius Rawinensis Capitaneus Plocensis Capella in Qva Seniorum Corpora Regviecut Restauravit et Adornavit. A. D. 1569 Etatis vero Sve LXXI.
(Nach der Renovierung der Gedenkplatte war der Name statt eines Sierps = Zierps geschrieben)
(Andreas gestorben im 71. Lebensjahr)
 
Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Plock mit dem Verdienst sich um die Kathedrale kümmern zu dürfen. Im südlichen Turm baute er seine Kapelle, die Gulczewski Kapelle.
Heute ist es die Kapelle der heiligen Familie (besucht 2018 d. Übersetzer)
 
In dem Inneren ist der Renaissance-Grabstein aus Marmor. Diese zwei Etagen große Anlage ist mit zwei auf der Seite liegenden geformten Figuren als Andre und Katarzyna Sierpski in realistischen Skulpturen zu Andrzej Lebzeiten erstellt.
 
Hier erfahren wir die richtigen Lebensdaten, geboren am 30.11.1493 am Tage des heiligen Andreas, gestorben ist er am 15.4.1572 mit 78 Jahren, 4 Monaten und 15 Tage, so geschrieben in Lateinischen Lettern am Fuße des Grabmals in der Kathedrale zu Plock.
 
Ehefrau von Andrzej war Katharzyna von Trzcinska, die Tochter von Peter Prandoty, Graf von Trzcinski, Wappen Rawicz, der Wojewode von Rawa.
 
Der Sohn von Andrzej und Katarzyna war Feliks III, welcher im Jahre 1549 Delegierter am Hofe des preußischen Fürsten Albrecht Hohenzollern abgesandt war. Dieser Feliks verspielt (verliert) über 300 Dukaten und flüchtet vom Hofe des Fürsten.
 
Was genau vorgefallen ist, ist unbekannt.
Auch nach Jahren verlangte der Fürst von Andrzej und Feliks noch Geld.
 
Die Töchter von Andrzej waren:
 
Malgorzata heiratet den Kastellanen von Sierps Jan Strzalkowski, Wappen Prus I.
Die zweite Ehe ist mit Jan Niszczycki, Wappen Prawdzic.
Jadwiga Sierpska, Wappen Prawdzic ist die Frau des Generals und Starost Wojciech.
Sedziwoja Czarnkowski, Wappen Nalecz aus Großpolen,
Tochter Anna ist die Frau des Kastellanen von Sierps, Jerzey Kucinski-Kucienski, Wappen Ogonczyk. Als nächstes hatte sie den Kastellan von Biechowski den Mikolaj Zaremba, Wappen Zaremba, danach den Nachfolgenden Kastellanen von Biechowski, Stanislaw Zlotkowski, Wappen Topor zum Mann.
 
Andrzej ist der letzte direkte männliche Vertreter der Sierpser Familie. So hat er auch seine Brüder überlebt.
Die Tatsache ist, dass auch die Lubliner Dynastie der Fürsten Jagiellonen im selben Jahr ausstarben.
 
Die Söhne von Feliks I, Jan und Mikolaj wurden Kleriker.
 
Jan hat an der Krakauer Universität studiert, wurde ab 1508 Kanoniker von Plock, ab 1518 ist er der Vorsteher der Sierpser Pfarrei.
 
Zusammen mit seinem Bruder als Besitzer der Stadt Sierpc erweiterten sie die Pfarrkirche, er starb in den ersten Tagen des Jahres 1541.
 
Mikolaj war der Vorsteher der Heilig-Geist-Kirche in Sierpc sowie Hilfsgeistlicher in der Kirche der heiligen Jungfrau Maria , so auch Kanoniker im Lowicz, später in Plock, gestorben vor dem 30. März des Jahres 1535.
 
Feliks II war der Besitzer der Hälfte der Stadt Sierpc, die andere Hälfte hatte sein Bruder Jan im Besitz.
In den Jahren 1528-1554 war Feliks der Kastellan von Rypin. Vor seinem Tode verzichtete er zum Wohle seines Sohnes Piotr. Im Jahre 1551 ist die ausführliche Aufteilung der Stadt Sierpc und Felder in zwei Teile, die Grenze ist der Fluss Sierpienica in der Mitte der Stadt.
 
Den anderen Teil bekommt Stanislaw Ostrorog Lwowski, Wappen Leszczyc Graf von Kujawa (Erben von Sohn Marcin und Ursula)
 
Feliks II war verheiratet mit Anna von Kiernozi, Wappen Sulima.
(Im Jahre 1388 Fürst von Litauen) (Jan Siwik Enzykl. S. 296).
 
Die Kinder sind Piotr und Andrzej VII sowie die Tochter Anna, diese heiratete zuerst den Adeligen Jan Dunin-Wolski, Wappen Labedz, Kanzler von Masowien, Bruder des Bischof von Plock, später den Adeligen Jan Piwo von Opolska, Wappen Prawdzic.
 
Die wahrscheinlich zweite Tochter Katarzyna ist die Frau von Jan Kostka, Wappen Dambrowa.
(aus der Familie des heiligen Stanaislaw Kostka)
 
Piotr, der Sohn von Feliks II wird der Kastellan von Rypin, nach seinem Vater.
Seine Frau ist wahrscheinlich Katarzyna von Sternberg-Kostka (auch Stemberg) Wappen Sternberg..
 
Piotr ist amtlich nach zwei Jahren gestorben am 27.3.1557. Er war nominiert für das Amt Kastellan seines Bruder Andrzej VII.
 
Er starb im Jahre 1564/65. Der Sohn von Andrzej VII Piotr hatte zur Frau Zofia z Szczawinska, Wappen Prawdzic.
 
Sie hatten den Sohn Adam, der alsbald nach seinem Vater gestorben ist.
Witwe Zofia heiratete Anselm Gostomski, Wappen Nalecz, Kammerherr des Königs und Starost von Rawa.
Die geerbten Teile der Stadt Sierps, die Feliks II in der Vergangenheit auf seine Nachkommen geschrieben hat, ist jetzt Tochter Anny.
Sie war die Eigentümerin, jetzt geht der Besitz an die angeheirateten Männern.
 
Ihr erster Mann ist Jan Dunin-Wolski, Wappen Labedz, Kanzler, der zweite Mann ist Jan Piwo von Opolska, Wappen Prawdzic, später verkauft an N. Kempski, Wappen Jstrzebiec, dieser mit Vornamen Mikolaj, verkaufte wiederum an N. Bromirski, Wappen Pobog und die folgenden Erben sind:
Nach dem Jahre 1866 gingen Teile von Sierpc in Privathand.
 
Wie vermerkt ist die Familie Sierpski in der männlichen Linie im Jahre 1572 ausgestorben.
In der weiblichen Linie der Sierpski Familie ist wohl im XVII Jahrhundert mit der letztgenannten Anna zu Ende.
Anna z Sierpska hat mit Jan Piwo vier Söhne zurückgelassen, die sich auch später von Piwkowski schreiben mit dem Wappen Prawdzic sowie 1836 mit dem Wappen Kosemczyk mit dem rechtsgedrehten sprungbereiten Leoparden.
 
So folgen heute hunderte von Nachkommen dieser Familie über weibliche Geschlechter, so mütterlicherseits durch Töchter und Enkelkinder, auch wenn die lebenden unterschiedliche Namen - heute in Polen wie auch über alle Grenzen - haben.
Inmitten der gesellschaftlichen Entwicklung sind diese Spuren (DNA) in der europäischen Aristokratie und herrschenden Machthaber, wie das spanische Königshaus, das belgische Königshaus, Großfürstentum Luxemburg, Fürstentum Lichtenstein, nach englischen Adeligen, über Kaisertum Österreich, sowie Frankreich gleich weltweit schriftlich zu belegen.
 
Urheber Pawel Bogdan Gasiorowski – Polen
Übersetzt aus der polnischen Sprache
 
Gerd von Piwkowski
Juni 2019

 


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