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Rheinische Post vom 02.11.2019

In Richraths Mitte fehlen Fahrradständer

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Über Richrath diskutierten u.a. Dirk Weinfurth (vorne v.r.), Gerd von Piwkowski, Lothar Portugall und Wolfgang Ritter mit RP-Lokalchef Stephan Meisel. Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

In der Richrather Ortsmitte gebe es „deutlich zu wenig Fahrradständer“, sagt Jutta Schneider. „Wie ich radeln viele Menschen aus den umliegenden Wohngebieten zum Einkaufen hierher. Vor allem rund um den Edekamarkt knubbelt es sich.“ Mit diesem Mangelhinweis eröffnet die Richratherin am Donnerstag die Mobile Redaktion der Rheinischen Post vor dem Kirchturm von St. Martin. Tatsächlich belegt direkt in Sichtweite das wegen der Einkäufe für Feiertag und Wochenende verstärkte Verkehrsgewühl an der Kaiserstraße ihre Kritik. Mangels Ständern stehen etliche Drahtesel im Weg rum.„Da muss unbedingt etwas getan werden“, merkt auch Lothar Portugall an. „Und zwar nicht nur hier, sondern auch vor der Lukaskirche, weil ja viele Radler auch von Süden her ins Richrather Ortszentrum gelangen.“ Dass sie dies auf dem verkehrsberuhigten Abschnitt der Kaiserstraße erlaubterweise entgegen der für Autos vorgeschriebenen Einbahnrichtung tun, bezeichnet Pramatha Mitra an den RP-Stehtischen als „gefährlich“. Immer wieder komme es zu brenzligen Situationen, vor allem beim unvorsichtigen Ausparken von Autos.

Einig ist sich die Runde, dass die Ortsteilmitte attraktiv gestaltet und mit Läden nicht nur für den täglichen Bedarf gut bestückt ist. Doch die Zahl der Autos in der Tempo-20-Zone sei schon sehr hoch, oft zu hoch. „Und wenn dann noch manche Leute ihr Auto verbotswidrig abstellen, kommt es schnell zum Stau“, merkt Portugall an. „In dem steht dann auch der Linienbus. Am besten platziert man gerade auf solchen Flächen Fahrradständer, die fürs wilde Parken genutzt werden.“ Wolfgang Ritter fände es gut, wenn sich Nachbarn für Einkäufe mit dem Auto „wenigstens zu Fahrgemeinschaften zusammentun würden“. Der ehemalige städtische Verkehrsamtsleiter Wolfgang Honskamp und BGL-Ratsherr Andreas Menzel bedauern, dass die über Privatgrund führende frühere Direktverbindung für Radler zwischen Kirsch- und Kaiserstraße nicht mehr vorhanden ist.

Portugall bezeichnet es als Hauptproblem für Richraths Ortszentrum, dass der durch Schranken geregelte Bahnübergang an der Kaiserstraße immer noch nicht durch eine Unterführung ersetzt worden ist. In seiner Zeit als Ratsherr der CDU hatte Portugall sich vor Jahrzehnten für eine große Unterführung stark gemacht, doch wurde dieses baureife Vorhaben vom jetzigen Stadtrat unlängst abgespeckt. Baustart für einen nunmehr geplanten kleineren Tunnel zur Hildener Straße soll laut Stadtverwaltung frühestens in fünf Jahren sein. „Das muss doch eher möglich sein“, meint Portugall und berichtet von einem Vorstandsbeschluss der Richrather CDU vom vergangenen Sonntag. „Wir fordern von der Verwaltung einen Zeitplan für eine beschleunigte Planungs- und Bauzeit sowie einer Informationsversammlung für die Bürger.“ Zudem müssten nach Ansicht des Richrather CDU-Vorstands die städtischen Planer wegen des erheblichen Durchgangsverkehrs aus Hilden und Solingen ein Konzept zur Umfahrung der Ortsmitte erstellen – etwa mit zwei Kreiseln am Winkelsweg statt der Kreuzungen mit der Hildener- beziehungsweise Berghausener Straße. Und der geplante Radschnellweg in Richtung Düsseldorf solle zum Schutz von älteren Spaziergängern und Kindern  nicht über die so genannte Pappelallee geführt werden, sondern am westlichen Rand des  Landschaftsparks Fuhrkamp entlang.

Eine weitere Problemzone ganz in der Nähe spricht Dirk Weinfurth an: „Im Sinne von Fußgängern und Radlern muss das südliche Ende der Meisentalstraße durch Laternen gut beleuchtet werden. Dort ist es abends stockdunkel.“

Als zweiter Vorsitzender des Fußballvereins Tuspo Richrath beklagt Dejan Nikolovski in der Gesprächsrunde den schlechten Zustand der Kunstrasenplätze Am Schlangenberg. „In der sommerlichen Hitze verklumpte das Granulat und wir mussten teils den Trainingsbetrieb einstellen.“ Auch die Gebäude des Sportplatzes seien dringend renovierungsbedürftig.

von Stephan Meisel

 

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